Archäologen entdecken verschüttetes Jagdflugzeug ME 109 in Ungarn

Gegen Ende des 2. Weltkriegs zählten die ME-109 Piloten der 101. Kampfgruppe der königlich-ungarischen Luftwaffe - auch "Pumas" genannt - zu den zähesten Gegnern im Luftkampf gegen Russland. Die 101. Kampfgruppe bestand aus drei Geschwadern mit jeweils 16 Flugzeugen. Captain B. J., Kommandant eines der Geschwader, wurde auf seiner Mission am 4. November 1944 von einer russischen Flak attakiert und abgeschossen.

Ein Teil des Propellers des in Ungarn gefundenen ME 109 Kampfflugzeugs.
Ein Teil des Propellers des in Ungarn gefundenen ME 109 Kampfflugzeugs.
Der Motorblock der abgestürzten Messerschmitt ME 109 (ehemals BF 109).
Der Motorblock der abgestürzten Messerschmitt ME 109 (ehemals BF 109).

Als Captain B. J. von der russischen Flak getroffen wurde, musste er eine Notlandung nahe der Stadt Abony, 6 km hinter der Front in der Region Pest in Ungarn, einleiten. Die Region umschließt die Hauptstadt Budapest. Der Pilot starb während dieser Bruchlandung am 4. November 1944. Aufgrund der russischen Besatzung, wurden seine Überreste und die des Kampfflugzeugs 1948 vergraben, damit sie dem Feind nicht in die Hände fielen.

Verschiedene Teile wie auch Kabelkanäle des Kampfflugzeugs.
Verschiedene Teile wie auch Kabelkanäle des Kampfflugzeugs.
Bomben, die mit dem vergrabenen Flugzeug geborgen worden sind.
Bomben, die mit dem vergrabenen Flugzeug geborgen worden sind.

Die ungarischen Archäologen forschten mit dem modernen geophysikalischen Ortungsgerät Future I-160 nach dem verschollenen Flugzeug. Durch die Analyse der dreidimensionalen Computergrafiken, die mit der Software Visualizer 3D erstellt worden sind, war das Team in der Lage, die exakte Position des vergrabenen Kampfflugzeugs vom Typ ME 109 zu lokalisieren. Das Kampfflugzeug ME 109 war das Standardflugzeug der Deutschen Luftwaffe während des 2. Weltkriegs.

Eine Menge Teile vom Kampfflugzeug, geortet mit Future I-160.
Eine Menge Teile vom Kampfflugzeug, geortet mit Future I-160.
Ein größeres Stück von der Tragfläche des Kampfflugzeugs.
Ein größeres Stück von der Tragfläche des Kampfflugzeugs.

Nach der Übernahme der Bayerischen Flugzeugwerke durch Willy Messerschmitt, wurde das bis dahin als BF 109 produzierte Kampfflugzeug in ME 109 umbenannt. Die Messerschmitt ME 109 war ein einsitziges deutsches Jagdflugzeug der 1930er und 1940er Jahre, das in einer Stückzahl von über 33000 produziert wurde. Die ME 109 wurde von der Luftwaffe als Luftüberlegenheitsjäger, als Abfangjäger gegen Bomber sowie als Jagdbomber (Tiefflieger) gegen Bodenziele eingesetzt. In taktischer Hinsicht war die ME 109 bis 1940 den englischen Jägern überlegen oder zumindest ebenbürtig. In mittleren und großen Höhen war sie schneller als die Spitfire, und in allen Höhen deutlich schneller als die Hurricane.

Technisches Bauteil der Maschine mit deutscher Beschriftung.
Technisches Bauteil der Maschine mit deutscher Beschriftung.
Aufnahmevorrichtung für die Bewaffnung der Messerschmitt ME 109.
Aufnahmevorrichtung für die Bewaffnung der Messerschmitt ME 109.

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